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Risikomanagement

Für UNIQA handelt es sich beim Risiko Management um eine Kernkompetenz, die entscheidend zum Business Controlling Prozess beiträgt. Der Fokus des UNIQA Risiko Managements liegt hierbei bei der Erreichung der strategischen Ziele: Es unterstützt die finanzielle Nachhaltigkeit von UNIQA mit der Fähigkeit, alle zukünftigen kurz- und langfristigen Verpflichtungen von Kunden, Mitarbeitern und Aktionären zu erfüllen. Zudem hat UNIQA als erste Versicherungsgesellschaft in Österreich das Risiko Management als eigenes Vorstandsressort auf Holdingebene etabliert.

Risiko Management-Richtlinie
Als Basis des Risiko Managements wurde eine Risiko Management-Richtlinie der UNIQA Group erstellt welche vom Vorstand verabschiedet worden ist. Durch diese sollen die wichtigsten kurz- und langfristigen Risiken, denen die UNIQA Group ausgesetzt ist, und die damit verbundene Solvenzanforderung identifiziert, bewertet und kontrolliert werden.

Darüber hinaus ist in dieser Richtlinie die Organisationsstruktur innerhalb des Risiko Managementprozesses definiert. Es spiegelt die Idee der "Three Lines of Defense“ wider. Das Three Lines of Defense Modell erläutert und legt die systematische Herangehensweise an Unternehmensrisiken fest und bildet somit ein funktionsfähiges Kontroll- und Überwachungssystem in Unternehmen:

First Line of Defense:
Diese Verteidigungslinie wird durch das operative Management, also die Risikoeigentümer gebildet. Die Verantwortlichen für die Geschäftstätigkeiten haben ein angemessenes Kontrollumfeld aufzubauen und zu leben, welches eine gesunde Balance zwischen Risiken und Risikotragfähigkeit sicherstellen soll. Es werden Risiken, welche in Verbindung zum Geschäft bzw. zu den Prozessen stehen, identifiziert und bewertet sowie nach Höhe eingeschätzt.

Second Line of Defense:
Sie dient zur Überwachung und Unterstützung des operativen Managements. Hier finden die operativen Kontrollen statt. Die Risiko Management-Funktion und die Aufsichtsfunktionen wie zum Beispiel das Controlling müssen die Geschäftsaktivitäten überwachen oder definieren ein Höchstrisiko, welchem sich ein Unternehmen aussetzen kann. Aber auch das Reporting der Risiken innerhalb des gesamten Unternehmens und an CEO erfolgt in dieser Verteidigungslinie sowie die Prüfung der Einhaltung von gesetzlichen Regelungen.

Third Line of Defense: Interne und externe Prüfung:
Die letzte Linie umfasst eine unabhängige Überprüfung des gesamten internen Kontrollsystems, welche das Risiko Management und die Compliance beinhaltet und unterstützt den Vorstand und Aufsichtsrat bei der abschließenden Überwachung und Kontrolle von bestehenden potentiellen Risiken -  zum Beispiel: Interne Revision.


Risiko Managementprozess

Der Risiko Managementprozess konzentriert sich auf unternehmensrelevante Risiken und ist für folgende Risikokategorien definiert:

  • Versicherungstechnisches Risiko (Schaden-/Unfall-, Kranken und Lebensversicherung)
  • Marktrisiko/ALM (Asset Liability Mismatch)-Risiko
  • Kreditrisiko/Ausfallsrisiko
  • Liquiditätsrisiko
  • Konzentrationsrisiko
  • Strategisches Risiko
  • Reputationsrisiko
  • Operationelles Risiko
  • Ansteckungsrisiko
  • Emerging Risiko (neu entstehende Risiken)

Für diese Risikokategorien werden die Risiken, denen die UNIQA Group und ihre Tochtergesellschaften ausgesetzt sind, regelmäßig nach folgendem Prozesszyklus gemanagt:

Risikomanagement